Digitalisierungsstrategie – Wer braucht eine?

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Nur jedes zweite Unternehmen von 121 untersuchten Großunternehmen und Konzernen haben eine Digitalisierungsstrategie!
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uch die Umsetzung konkreter Maßnahmen für einzelne Bereiche in Unternehmen hinkt hinterher.
Das ist eines der Ergebnisse aus der soeben erschienenen achten Auflage der Lünendonk®-Studie „Business Innovation/Transformation Partner – Wo stehen Unternehmen heute?“

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Die befragten Unternehmen sehen sich bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategien bestenfalls auf Augenhöhe mit ihren Wettbewerbern – obwohl 67 Prozent von ihnen Jahresumsätze von mehr als fünf Milliarden Euro erzielen, sie damit zu den jeweiligen Branchenführern gehören und Wettbewerbsvorteile für Unternehmen dieser Größenklasse für ihre Überlebensfähigkeit enorm wichtig sind.

In der Studie ist Lünendonk deshalb der Frage nachgegangen, wie die Unternehmen ihren digitalen Wandel gestalten, aber auch, an welchen Stellen es konkret hakt. Partner der Studie waren die Beratungs- und IT-Dienstleister Accenture, Capgemini, Cognizant, KPMG, NTT Data und Sopra Steria.

Mehr Augenhöhe als Wettbewerbsvorsprung

Für die Unternehmen ist die digitale Transformation nach wie vor eine komplexe und langfristige Herausforderung. Dabei gelingt es ihnen unterschiedlich gut, ihre Geschäftsmodelle neu auszurichten und Prozesse zu digitalisieren.

Mehrheitlich sehen sich die Studienteilnehmer entweder genau so gut oder schlecht aufgestellt wie der Wettbewerb. Zwar stufen 30 Prozent der befragten Unternehmen die eigene Innovationsfähigkeit so hoch ein, dass sie von einem Wettbewerbsvorsprung sprechen. Geht es jedoch darum, auf Marktveränderungen zu reagieren, sehen nur 20 Prozent einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb.

Erfolgsfaktoren digitaler Geschäftsmodelle

Voraussetzung für die Generierung neuer Erlösquellen ist die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle beziehungsweise die Ergänzung bestehender Geschäftsmodelle durch digitale Komponenten. Bei den Teilnehmern der Studie nutzt nahezu jedes zweite Unternehmen (48 Prozent) bereits digitale Geschäftsmodelle; weitere 41 Prozent stehen kurz vor dem Rollout. Dabei kommt es aus Sicht von 78 Prozent der befragten Führungskräfte sehr stark auf die Berücksichtigung neuer „Customer Journeys“ an, die sich aus der datengestützten Analyse des Kundenverhaltens und seinen Interaktionen ergeben. 73 Prozent gaben in den Interviews zwar an, mit agilen Methoden zu arbeiten, allerdings greifen 66 Prozent der Unternehmen weiterhin auf klassische Organisations- und Abwicklungsprozesse zurück.

Integriertes Dienstleistungsportfolio für alle Projektphasen

Geht es konkret um die Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle, haben innovative und umsetzungsstarke Beratungs- und IT-Dienstleister aus Sicht von mehr als 78 Prozent der Studienteilnehmer eine große Bedeutung für eine erfolgreiche Projektrealisierung. Zwei Drittel der befragten Großunternehmen und Konzerne gaben an, alle Phasen eines Digitalisierungsprojekts mit einem Dienstleistungspartner abzudecken.

 

Quelle: https://www.consulting.de/nachrichten/alle-nachrichten/consulting/die-haelfte-plant-noch-nicht/